Daten + Zahlen (Quelle: Andreas Hermsdorf, pixelio.de)

Daten + Zahlen

Wie viel Umsatz wird in der Chemischen Industrie im Ruhrgebiet erwirtschaftet? Wie viele Beschäftigte arbeiten in den einzelnen Kommunen in der Industrie und wie viele davon im Chemiesektor? Die folgenden Tabellen und Karten geben Auskunft über die Hot Spots der Chemieindustrie im Ruhrgebiet.

Datengrundlage sind die Kommunalprofile für kreisfreie Städte, Kreise und Gemeinden, die zum Stichtag 30.09.2017 vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) angeboten werden. Sie enthalten Daten zu Betrieben, Beschäftigten und Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden der Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008). Für die hier abgebildete Statistik wurden die Zahlen der Wirtschaftszweige "Chemische Erzeugnisse" und "Gummi- und Kunststoffwaren" aggregiert, um einen Gesamtwert "Chemische Industrie" zu erhalten.

Beschäftigte

Die heimliche Chemiehauptstadt im Ruhrgebiet ist, mit 5.400 Beschäftigten, Marl. Knapp 79% aller Industriebeschäftigten sind hier im Chemiesektor tätig - vor allem im Chemiepark Marl. Auch Essen, Duisburg, Dortmund und Hamm sind wichtige Chemiestandorte mit jeweils mehr als 1.400 Beschäftigten in der Chemie. Einen signifikant hohen Anteil gibt es zudem in Rheinberg mit fast 50 % aller Industriebeschäftigten. Zurückgeführt werden kann dies auf den größten Arbeitgeber der Stadt, den Industriepark Solvay.

Stadt absolute Anzahl Anteil in %
Marl
5401
79.57
Duisburg
2345
7.08
Essen
1743
11.08
Dortmund
1729
8.39
Hamm
1431
16.94
Witten
951
10.56
Oberhausen
941
12.48
Rheinberg
825
47.94
Herne
558
7.86
Bergkamen
482
0
Unna
468
13.93
Mülheim a. d. Ruhr
378
3.15
Herdecke
361
30.83
Sprockhövel
324
14.08
Bochum
308
2.4
Gevelsberg
287
11.86
Wesel
282
9
Hattingen
171
10.06
Herten
159
15.41

Quelle: © Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2017, Angaben ohne Gewähr

Umsatz

Betrachtet man den erwirtschafteten Umsatz der Chemiebetriebe im Ruhrgebiet, zeigt sich welch eine hohe Bedeutung die Chemieindustrie gerade für das nördliche Ruhrgebiet hat. Die Unternehmen in und um den Chemiepark Marl erwirtschaften jährlich gut 3,9 Mrd. Euro. Das entspricht rund 95% des gesamten Industrieumsatzes in der Stadt Marl. Hohe Werte weisen zudem die Kommunen Gelsenkirchen (u.a. Raffinerie Scholven), Rheinberg (u.a. Solvay), Oberhausen (u.a. OXEA Ruhrchemie) und Duisburg (u.a. Sachtleben und Grillo-Werke) auf.

Stadt Umsatz in Mio. EUR Anteil in %
Marl
3869
94.99
Gelsenkirchen
997
33.8
Duisburg
931
7.81
Essen
872
21.93
Rheinberg
642
69.79
Oberhausen
634
34.2
Dortmund
524
10.22
Witten
450
20.28
Herne
380
30.1
Hamm
229
8.2
Herdecke
123
39.44
Unna
88
13.84
Hattingen
86
21.5
Bergkamen
65
19.21
Sprockhövel
59
13.46
Mülheim a. d. Ruhr
57
1.73
Gevelsberg
51
8.92
Herten
43
18.69
Bochum
34
0.9
Wesel
30
3.17

Quelle: © Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2017, Angaben ohne Gewähr