Daten + Zahlen (Quelle: Andreas Hermsdorf, pixelio.de)

Daten + Zahlen

Wie viel Umsatz wird in der Chemischen Industrie im Ruhrgebiet erwirtschaftet? Wie viele Beschäftigte arbeiten in den einzelnen Kommunen in der Industrie und wie viele davon im Chemiesektor? Die folgenden Tabellen und Karten geben Auskunft über die Hot Spots der Chemieindustrie im Ruhrgebiet.

Datengrundlage sind die Kommunalprofile für kreisfreie Städte, Kreise und Gemeinden, die zum Stichtag 30.09.2016 vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) angeboten werden. Sie enthalten Daten zu Betrieben, Beschäftigten und Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden der Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008). Für die hier abgebildete Statistik wurden die Zahlen der Wirtschaftszweige "Chemische Erzeugnisse" und "Gummi- und Kunststoffwaren" aggregiert, um einen Gesamtwert "Chemische Industrie" zu erhalten.

Beschäftigte

Die heimliche Chemiehauptstadt im Ruhrgebiet ist, mit fast 6.000 Beschäftigten, Marl. Knapp 66 % aller Industriebeschäftigten sind hier im Chemiesektor tätig - vor allem im Chemiepark Marl. Auch Essen, Duisburg, Gelsenkirchen, Oberhausen, Dortmund und Hamm sind wichtige Chemiestandorte mit jeweils mehr als 1.400 Beschäftigten in der Chemie. Einen signifikant hohen Anteil gibt es zudem in Rheinberg mit fast 50 % aller Industriebeschäftigten. Zurückgeführt werden kann dies auf den größten Arbeitgeber der Stadt, den Industriepark Solvay.

Stadt absolute Anzahl Anteil in %
Marl
5224
80.18
Duisburg
2268
6.85
Essen
1871
11.78
Dortmund
1681
8.03
Oberhausen
1655
19.25
Witten
1501
6.47
Hamm
1451
17.02
Wesel
1354
45.19
Wetter (Ruhr)
930
10.11
Rheinberg
835
47.93
Herne
554
7.49
Selm
483
0
Mülheim a. d. Ruhr
370
3.09
Schwelm
345
14.76
Ennepetal
281
12.2
Castrop-Rauxel
161
16.18
Herten
160
14.21

Quelle: © Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2016, Angaben ohne Gewähr

Umsatz

Betrachtet man den erwirtschafteten Umsatz der Chemiebetriebe im Ruhrgebiet, zeigt sich welch eine hohe Bedeutung die Chemieindustrie gerade für das nördliche Ruhrgebiet hat. Die Unternehmen in und um den Chemiepark Marl erwirtschaften jährlich gut 3,6 Mrd. Euro. Das entspricht über 90 % des gesamten Industrieumsatzes in der Stadt Marl. Hohe Werte weisen zudem die Kommunen Gelsenkirchen (u.a. Raffinerie Scholven), Castrop-Rauxel (u.a. Rütgers), Rheinberg (u.a. Solvay), Oberhausen (u.a. OXEA Ruhrchemie) und Duisburg (u.a. Sachtleben und Grillo-Werke) auf.

Stadt Umsatz in Mio. EUR Anteil in %
Marl
3391
94.84
Gelsenkirchen
1356
41.02
Oberhausen
1222
48.69
Duisburg
1159
11.47
Essen
848
21.14
Rheinberg
570
69.86
Dortmund
494
10.21
Wetter (Ruhr)
439
21.1
Herne
399
32.18
Witten
249
4.18
Castrop-Rauxel
248
56.97
Hamm
227
8.91
Hattingen
117
41.76
Selm
80
12.1
Bochum
60
1.66
Schwelm
60
13.73
Hagen
58
1.33
Mülheim a. d. Ruhr
53
1.89
Ennepetal
47
8.99
Herten
39
17.41
Wesel
30
3.4

Quelle: © Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2016, Angaben ohne Gewähr