Daten + Zahlen (Quelle: Andreas Hermsdorf, pixelio.de)

Daten + Zahlen

Eine praktische Übersicht für Sie!

Wie viel Umsatz wird in der Chemischen Industrie im Ruhrgebiet erwirtschaftet? Wie viele Beschäftigte arbeiten in den einzelnen Kommunen in der Industrie und wie viele davon im Chemiesektor? Die folgenden Tabellen und Karten geben Auskunft über die Hot Spots der Chemieindustrie im Ruhrgebiet.

Datengrundlage sind die Kommunalprofile für kreisfreie Städte, Kreise und Gemeinden, die zum Stichtag 30.09.2018 vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) angeboten werden. Sie enthalten Daten zu Betrieben, Beschäftigten und Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden der Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008). Für die hier abgebildete Statistik wurden die Zahlen der Wirtschaftszweige "Chemische Erzeugnisse" und "Gummi- und Kunststoffwaren" aggregiert, um einen Gesamtwert "Chemische Industrie" zu erhalten.

Beschäftigte

Die heimliche Chemiehauptstadt im Ruhrgebiet ist, mit 5.564 Beschäftigten, Marl. Knapp 79% aller Industriebeschäftigten sind hier im Chemiesektor tätig - vor allem im Chemiepark Marl. Auch Essen, Duisburg, Dortmund und Hamm sind wichtige Chemiestandorte mit jeweils mehr als 1.600 Beschäftigten in der Chemie. Einen signifikant hohen Anteil gibt es zudem in Rheinberg mit über 50 % aller Industriebeschäftigten. Zurückgeführt werden kann dies auf den größten Arbeitgeber der Stadt, den Industriepark Solvay.

Stadt absolute Anzahl Anteil in %
Marl
5564
78.9
Duisburg
2376
7.2
Dortmund
1821
8.39
Essen
1626
10.5
Hamm
1600
18.21
Rheinberg
850
51.11
Witten
786
8.63
Herne
581
8.4
Bergkamen
516
19.15
Unna
511
15.3
Mülheim a. d. Ruhr
391
3.34
Herdecke
359
32.91
Bochum
284
2.05
Gevelsberg
275
11.78
Sprockhövel
231
9.83
Herten
169
16.5
Hattingen
168
10.03

Quelle: © Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2019, Angaben ohne Gewähr

Umsatz

Betrachtet man den erwirtschafteten Umsatz der Chemiebetriebe im Ruhrgebiet, zeigt sich welch eine hohe Bedeutung die Chemieindustrie gerade für das nördliche Ruhrgebiet hat. Die Unternehmen in und um den Chemiepark Marl erwirtschaften jährlich gut 3,9 Mrd. Euro. Das entspricht rund 95% des gesamten Industrieumsatzes in der Stadt Marl. Hohe Werte weisen zudem die Kommunen Gelsenkirchen (u.a. Raffinerie Scholven), Rheinberg (u.a. Solvay), Oberhausen (u.a. OXEA Ruhrchemie) und Duisburg (u.a. Sachtleben und Grillo-Werke) auf.

Stadt Umsatz in Mio. EUR Anteil in %
Marl
3860
94.56
Duisburg
904
7.43
Essen
842
20.64
Oberhausen
617
33.64
Dortmund
585
9.89
Rheinberg
541
69.52
Witten
445
18.63
Hamm
374
13.07
Herne
362
29.09
Herdecke
126
41.56
Gelsenkirchen
104
3.18
Hattingen
101
23.42
Unna
84
13.73
Mülheim a. d. Ruhr
59
1.93
Gevelsberg
54
9.35
Herten
52
23.67
Sprockhövel
49
10.93
Moers
34
3.6
Bochum
31
0.82

Quelle: © Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2019, Angaben ohne Gewähr