Daten + Zahlen (Quelle: Andreas Hermsdorf, pixelio.de)

Daten + Zahlen

Wie viel Umsatz wird in der Chemischen Industrie im Ruhrgebiet erwirtschaftet? Wie viele Beschäftigte arbeiten in den einzelnen Kommunen in der Industrie und wie viele davon im Chemiesektor? Die folgenden Tabellen und Karten geben Auskunft über die Hot Spots der Chemieindustrie im Ruhrgebiet.

Datengrundlage sind die Kommunalprofile für kreisfreie Städte, Kreise und Gemeinden, die zum Stichtag 30.09.2015 vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) angeboten werden. Sie enthalten Daten zu Betrieben, Beschäftigten und Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden der Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008). Für die hier abgebildete Statistik wurden die Zahlen der Wirtschaftszweige "Chemische Erzeugnisse" und "Gummi- und Kunststoffwaren" aggregiert, um einen Gesamtwert "Chemische Industrie" zu erhalten.

Beschäftigte

Die heimliche Chemiehauptstadt im Ruhrgebiet ist, mit fast 6.000 Beschäftigten, Marl. Knapp 66 % aller Industriebeschäftigten sind hier im Chemiesektor tätig - vor allem im Chemiepark Marl. Auch Essen, Duisburg, Gelsenkirchen, Oberhausen, Dortmund und Hamm sind wichtige Chemiestandorte mit jeweils mehr als 1.400 Beschäftigten in der Chemie. Einen signifikant hohen Anteil gibt es zudem in Rheinberg mit fast 50 % aller Industriebeschäftigten. Zurückgeführt werden kann dies auf den größten Arbeitgeber der Stadt, den Industriepark Solvay.

Stadt absolute Anzahl Anteil in %
Marl
5832
66.49
Essen
2689
15.74
Duisburg
2366
7.03
Gelsenkirchen
2048
21.95
Oberhausen
1707
19.2
Dortmund
1614
7.54
Hamm
1424
16.84
Witten
923
9.74
Rheinberg
795
44.27
Herne
662
8.33
Bergkamen
532
20.61
Unna
511
12.81
Sprockhövel
355
16.12
Mülheim a. d. Ruhr
343
2.81
Bochum
317
2.33
Herdecke
292
28.16
Gevelsberg
287
11.07
Moers
156
5.09

Quelle: © Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2015, Angaben ohne Gewähr

Umsatz

Betrachtet man den erwirtschafteten Umsatz der Chemiebetriebe im Ruhrgebiet, zeigt sich welch eine hohe Bedeutung die Chemieindustrie gerade für das nördliche Ruhrgebiet hat. Die Unternehmen in und um den Chemiepark Marl erwirtschaften jährlich gut 3,6 Mrd. Euro. Das entspricht über 90 % des gesamten Industrieumsatzes in der Stadt Marl. Hohe Werte weisen zudem die Kommunen Gelsenkirchen (u.a. Raffinerie Scholven), Castrop-Rauxel (u.a. Rütgers), Rheinberg (u.a. Solvay), Oberhausen (u.a. OXEA Ruhrchemie) und Duisburg (u.a. Sachtleben und Grillo-Werke) auf.

Stadt Umsatz in Mio. EUR Anteil in %
Marl
3656
91.2
Gelsenkirchen
1454
42.07
Oberhausen
1397
44.11
Duisburg
1359
12.39
Essen
763
19.43
Herne
447
35.17
Rheinberg
443
63.75
Witten
336
15.22
Hamm
314
12.63
Castrop-Rauxel
288
63.54
Dortmund
253
4.98
Mülheim a. d. Ruhr
245
10.8
Herdecke
96
31.34
Bergkamen
74
40.77
Unna
70
9.97
Sprockhövel
53
12.7
Hagen
52
1.2
Gevelsberg
36
6.25
Bochum
34
0.89
Wesel
30
3.38

Quelle: © Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2015, Angaben ohne Gewähr